Montag, 18. September 2006

Fotosammlung goes 3D...

Gestern mal wieder zufällig über etwas Interessantes gestolpert: Es gibt Microsoft Live Labs, wo Mitarbeiter von Microsoft mit Forschern von Universitäten zusammenarbeiten. Ein Produkt, was diesen Herbst zumindest als Demo herauskommen soll, nennt sich Photosynth. Dabei werden Fotos (aus der eigenen Sammlung lokal auf der Festplatte, aber auch – und das ist ja noch viel besser – online von anderen Orten) zunächst analysiert und kennzeichnende Punkte berechnet, welche sozusagen eine digitale ID, hier digitale DNA genannt, darstellen. Überlappen sich zwei Fotos, d.h. es gibt eine Überschneidung einiger Punkte, so werden die Fotos entsprechend "nebeneinandergelegt". So entsteht nach und nach eine große Fotowand. Aber das coole ist jetzt, dass man nicht nur diese statische Fotowand betrachten kann, sondern sich auch im dreidimensionalen Raum drehen kann. Die Fotowand wird entsprechend gedreht und andere Fotos, die aus einem anderen Blickwinkel geschossen wurden, werden eingeblendet. So entsteht eine virtuelle 3D-Landschaft, in der man sich frei bewegen kann, welche nur aus Fotos besteht.

Also mich hat das schon beeindruckt, da die Anzahl der Fotos aufgrund von Handycams und Digicams derzeit in hohem Maße ansteigt und auch die Veröffentlichung online immer häufiger genutzt wird, um Freunden die Fotos zum Download anzubieten und/oder Anderen einen Einblick zu geben.
Infolgedessen finde ich die Idee richtig gut, auch wenn einige Fragen offen bleiben:

  • Wie findet man die Fotos? (Abgrasen der online-Foto-Stores, Durchsuchen der lokalen Festplatten),

  • Wie lange dauert die Berechnung der digitalen ID? und

  • Wie kommt eigentlich das "Matching" zustande, also woher weiß das Programm, wann zwei Bilder aneinander passen? Evtl. sind zwei Blickwinkel zu verschieden, um als nebeneinander liegende Fotos erkannt zu werden; evtl. sind zwei Fotos recht ähnlich, stammen jedoch von völlig unterschiedlichen Orten.


Also alles in allem eine sehr interessante Aufgabe und auch das Ergebnis könnte eine völlig neue Art sein, Bilder zu verarbeiten.

Ich gehe jetzt mal wieder einen Schritt weiter und denke schon daran, in nächster Instanz bewegte Bilder zu verarbeiten. Meiner Meinung nach sind nämlich bewegte Bilder um Einiges interessanter als statische Fotos. Vielleicht kommen wir ja irgendwann einmal dahin, diese dreidimensional in Form eines Holograms mitten im Wohnzimmer darzustellen und dann der "Dia-Show" des letzten Urlaubs eindeutig mehr Pepp zu geben, indem jeder mal durch die sixtinische Kapelle gehen darf – aber nur virtuell.

Auf meiner Page tut sich nur wenig: Rechts ist noch eine Leiste mit "Hot Links" hinzugekommen. Diese beinhaltet Links zu Web-Seiten, welche ich öfter mal ansteuere. Vielleicht ist ja auch für meine Besucher etwas Interessantes dabei...

Die Zukunft wird auf jeden Fall spannend!
Der pes

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