Sonntag, 24. Oktober 2010

Lichter-Lauf for Free

Letztes Jahr hatte der startblog-f den spektakulären Mauerweglauf in Form einer Staffel organisiert (pesBlog berichtete), dieses Jahr gab es einen privaten Lichter-Lauf durch das vom Festival of Lights illuminierte Berlin.

Der offizielle Lauf namens City LightRun kostet überzogene 12 Euro Startgebühren und es findet keine Zeitnahme statt. Die Illuminationen erstrahlen indes jeden Abend, so dass die Idee, bei dem privat organisieren Lauf teilzunehmen, bei uns Anklang fand.
In der kleinen Laufgruppe konnte man auch für Fotos kurz anhalten und die anderen haben dann kurz das Tempo rausgenommen oder auch angehalten und sich die Beleuchtungen mit angesehen.

So sind wir vergangenen Donnerstag zum Treffpunkt am Potsdamer Platz gefahren. Der Platz war an mehreren Stellen angeleuchtet und stellte verschiedene Lichtinstallationen zur Schau.

Links "krisselige Lichtpunkte", rechts "laufende Dots"

Nach 5 min. Warten auf eventuelle Nachzügler ging es dann in kleiner Gruppe in Stärke von acht Läufern los.
Schnell merkte ich, dass ich während des Laufens mit der HandyCam keine guten Fotos schießen konnte:

Könnte eventuell als Kunst durchgehen...

Also beschloss ich, die Fotos nur noch im Stehen zu knipsen, damit die Qualität wenigstens halbwegs in Ordnung ist. Wie schon oben beschrieben, war das aber auch kein Problem, weil wir ein so moderates Tempo liefen, dass ich zügig wieder an die Gruppe aufschließen konnte.
Wir liefen zunächst zum Brandenburger Tor, dort hindurch und dann Richtung Alexanderplatz.






Anschließend sind wir hinter dem S-Bahnhof Alexanderplatz herumgelaufen und auf der anderen Straßenseite wieder zurück.



Ab dem Roten Rathaus gab es leider wenig Neues zu sehen, bis wir unter der Brücke etwas leuchten sahen, was wir auf dem Hinweg gar nicht entdeckt hatten. Als wir auf der Brücke ankamen, war das Leuchten auch schon wieder weg. Während wir uns noch wunderten, kam das Leuchten auf unserer Seite der Brücke wieder zum Vorschein, und zwar von unten: Ein Schiff kam unter der Brücke hervor und leuchtete alles in seiner Umgebung an.




Wir liefen dann noch am Französischen Dom vorbei, der aus meiner Sicht wie jedes Jahr wieder am besten beleuchtet war.






Auf der "Zielgeraden" kamen wir dann noch am Museum für Kommunikation vorbei und passierten schließlich den Bundesrat, wo das Licht immer wieder in anderen Farben erstrahlte.






Nach rund sieben Kilometern kamen wir wieder am Potsdamer Platz an.
Auch diesen Lauf fand ich sehr gelungen und es hat Spaß gemacht, dabei gewesen zu sein.

Beim startblog-f gibt es auch eine Zusammenfassung des Laufs: Unter http://www.startblog-f.de/2010/10/23/abendlicher-bunter-lichter-lauf-berlin-sightseeing-beim-festival-of-lights/ kann man den Lauf aus Sicht des Organisators verfolgen und bekommt Bilder zu sehen, die eine bessere Qualität als meine Handyfotos aufweisen.

Sonntag, 4. Juli 2010

O2 Worldcup - Null zu Viertelfinale

Schön!
Gestern mit meinem Schatzi und meinem besten Freund in die O2 World gegangen, um das Viertelfinalspiel Argentinien - Deutschland dort öffentlich zu gucken.

Draußen war es heiß, innen schön kühl. Die Preise für Snacks und Getränke waren sehr überteuert, so dass wir dort nichts gekauft haben. In meiner Erinnerung waren Brezeln und Bier in der ZDF-Arena vor 4 Jahren noch erschwinglich.

So haben wir uns jedenfalls einen schönen Platz aussuchen können und konnten das Spiel im Stadion-Feeling miterleben. Diese Stufe des Public Viewing gefällt mir immer noch am besten, da fühlt man sich so richtig "dabei".

Aufgeboten wurden mehrere Bildschirme, so dass von überall aus das Spiel bestens verfolgt werden konnte.


Von unserem Platz aus konnten wir auch sehr gut sehen.


Die Stimmung war bestens. Zum Spiel selbst muss ich wohl nicht viel schreiben. Wie haben Laola-Wellen mitgemacht und Fan-Gesänge mitgesungen.


Alles in allem also eine gute Idee. Und wenn Deutschland weiter so spielt, wird es vielleicht doch noch etwas mit dem Titel.


Ich bin dafür. Also auf gehts Deutschland schießt ein Tor...

Montag, 5. April 2010

Charles, 27.03.2008 - 01.01.2010

Montag, 5. Mai 2008 - Introducing Charles
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Also waren wir am Samstag in Falkensee, um uns die Kleinen mal anzusehen und natürlich unseren baldigen Mitbewohner kennenzulernen. Wir überlegten uns die vier Tage, die wir zwischen der Information über die Jungen und dem erstem Treffen hatten, einen Namen und kamen schließlich auf Charles.

Die drei jungen Kater sind wirklich sehr süß. Einer ist ein wenig gelblich-bräunlich, die anderen beiden fast identisch in grau gehalten. Während seine Brüder recht aufgeweckt herumtapsen ist Charles noch ein wenig schüchtern. Des öfteren hat er gezittert und auch vorm Streicheln wich er anfangs etwas ängstlich zurück. Aber er ist ein ganz Süßer und Lieber. Ich freue mich schon darauf, ihn bald zu Hause zu haben. Immerhin ist Charles mein erstes Haustier.


Montag, 19. Mai 2008 - Alles für die Katz'
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Inzwischen ist Charles gar nicht mehr so zurückhaltend oder ängstlich, lässt es aber immer etwas ruhiger angehen als seine aufgeweckten Brüder. Unterscheiden kann man ihn von seinem Zwilling Mikosh auch schon ganz gut, da sich die Streifen am Nacken wie auch beim Schwanz etwas von denen der anderen Katze unterscheiden.

Ich fand es schön, Charles mal wieder zu sehen, und ich freue mich schon auf den Kratzbaum und hoffe, dass der Kater in vier Wochen dann auch ganz viel Spaß damit hat.


Samstag, 28. Juni 2008 - Endlich Papa
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Seit letztem Samstag bin ich nämlich Katzenpapa: Der kleine Charles wohnt jetzt bei uns.

Vor einer Woche haben wir ihn mit dem Auto aus Falkensee abgeholt. Im Katzenkorb hat er aber etwas rumgemaunzt, so dass er dann auch raus durfte. Dabei wurde er gut festgehalten und gestreichelt und mit Leckerlis verwöhnt, so dass das Miauen auch gar nicht mehr so wichtig war.

Bei uns hat er erst einmal das Schlafzimmer erkundet und die ersten Tage zu seinem Reich erklärt. Den Kratzbaum hat er angenommen und er spielt auch gerne mit dem Bommel (wurde uns aus Falkensee mitgegeben und ist wirklich sehr beliebt bei ihm) und der Aufziehmaus oder jagt nach der Katzenangel und dem "Naturspielzeug" (einem Tannenzapfen).

Der einzige Nachteil bisher ist, dass er nachts immer gerne mit in's Bett gekommen ist und dort nicht nur schnurrt, sondern auch herumspringt und Bettdeckenfalten jagt. Dadurch werden wir dann wach und wir fühlen uns doch ein wenig in unserer Nachtruhe gestört. Anfangs brachte das Vor-die-Tür-setzen auch nicht viel, da der Kater dann immer miaut hat und wir ihn dann doch wieder reingeholt haben. Inzwischen nimmt er aber die Verbannung hin und schläft dann halt im Flur bzw. erkundet die anderen Räume.

Er ist schon ein süßer kleiner Kater. Gerade liegt er schlummernd auf dem Bett.
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Mittwoch, 12. November 2008 - Ein Spielkamerad für Charles
Es ist schon einige Zeit her, da haben wir uns für eine zweite Katze entschieden, damit der Charles nicht so alleine ist, wenn wir beide nicht zu Hause sind.
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Charles war am Anfang noch etwas verwirrt, aber mittlerweile läuft es mit den Beiden ganz gut. Ab und zu ärgert die Kleine den Großen, manchmal stürzt er sich auch einfach auf sie, aber sie hat auch schon ihre Ruheplätze, wo er sie eigentlich nicht weiter stört.
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Nicht aus dem Blog
Mit Charles hatten wir viel Freude. Er war ein richtig süßer Kater und total verkuschelt.
Ich denke oft an die Tage, wo ich mich morgens noch kurz an den Computer setzen wollte,
und dann kam er angetapst und sprang auf meinen Schoß, wo ich ihn dann kraulte und er zufrieden schnurrte.
Auch seine "Unterhaltungen" waren süß: Wenn man nach Hause kam, lief er sofort zur Tür;
und noch vor dem Schuhe-Ausziehen ging das "Meck-Meck-Meck" los. Er begann gleich eine Unterhaltung, als wollte er einem mitteilen, was er den Tag über so tolles erlebt hat.
Viel Spaß hatte er auch mit Lizzy. Die beiden haben sich super verstanden und oft zusammengekuschelt auf dem großen Stuhl gelegen und sich ab und zu geputzt; oder gegenseitig gejagt und dabei wie wild durch die Wohnung gefegt.
Die beiden hatte auch richtige Rituale kreiert, zum Beispiel wenn es um das Fressen ging. Da hat Lizzy sich immer etwas schneller an den Napf gewagt, so dass der Charles dann um sie herum lief und den anderen Napf genommen hat.
Die Zeit mit Charlesy war sehr schön. Ich habe ihn oft durch die Wohnung getragen und dabei gestreichelt und das hat er sehr genossen, wie mir sein wohliges Brummen und sein Geschnuppere gezeigt haben. Beim Spielen war er manchmal etwas ungestüm, aber es war einfach sein Ding, einem geworfenen Ball hinterherzurennen - auch auf die Gefahr hin, dass er dann gegen die Wand prallte. Hechelnd rannte er einfach weiter.
Ich denke, dass er es sehr gut bei uns hatte, und vermisse ihn immer noch sehr.









Freitag, 26. März 2010

Schon wieder ein Blog-Umzug (http://akapes.blogspot.com)

Hallo!
Bitte unter http://akapes.blogspot.com weiterlesen - dieses Blog hier ist kaputt! Aktualisiert bitte auch Eure RSS-Feed-Reader!
 So steht es zu lesen in meinem alten Blog unter "http://stefangeiss.st.funpic.de/blog/". Ich verlinke dieses Blog jetzt absichtlich nicht, da es immer noch kaputt ist. Ich habe eben über eine halbe Stunde damit zugebracht, meinen letzten Beitrag in diesem Blog zu speichern - erfolglos. Es kann doch echt nicht wahr sein, dass jedes Mal, wenn ich auf "Save" klicke, eine Fehlermeldung erscheint oder der Text nicht vollständig abgespeichert wird.

Das Hauptproblem waren wohl Verlinkungen. Die hatten gar nicht mehr funktioniert. Schade, denn so muss jeder Leser die Adresse dieses Blogs hier kopieren bzw. abtippen. Aber ich sollte mich jetzt nicht mehr darüber ärgern. Ich verlasse die Server von funpic und werde mein Blogsystem dort aussterben lassen. Hier der Text, den ich eigentlich als letzten Beitrag im alten Blog verfassen wollte:

Hallo!

Nachdem mein Blogsystem auf dem funpic-Server aufgrund von technischen Problemen nun für mehrere Monate nicht erreichbar gewesen ist (weder für Besucher/Leser noch für mich selbst), habe ich mich dazu entschlossen, erneut umzuziehen.

Außerdem nervt mich die übertrieben häufige Werbung und der Umstand, dass hier immer noch technische Probleme auftreten - ob ich jetzt das Backup-Plugin verwenden will und dieses nicht durchläuft oder einfach diesen Beitrag hier vollständig abspeichern möchte (ja, ich bin jetzt   schon das viertex-te Mal dabei, auf  "Save" zu klicken, OHNE dass meine Änderungen abgespeichert werden).

Um den Umzug möglichst vollständig durchzuführen, habe ich alle  Posts samt Kommentaren aus diesem System (Wordpress) exportiert und diese mit Hilfe von http://wordpress2blogger.appspot.com in das Blogger-Format konvertiert. Ich hatte ja sowieso noch meinen Account bei Blogger (Google); von daher war für das Einrichten des Blogs dann nicht mehr viel zu tun. Einfach das Ergebnis der Konvertierung in mein Blog bei Blogger importiert und schon war wieder alles da.

Zukünftige Beiträge schreibe ich dann also in meinem Blogger-Blog, zu erreichen unter
http://akapes.blogspot.com/.

Damit sollte dann die so überaus lästige "No suitable Nodes to serve your Request"-Meldung der letzten Monate nicht mehr auftreten.

Also:  Ich bin weg hier. Besucht mich doch unter http://akapes.blogspot.com/ und aktualisiert bitte Eure RSS-Feed-Reader.

So, nun bin ich also hier - und das hier ist mein erster richtiger Beitrag im Blogger-System.

Mittwoch, 24. März 2010

Pimp my Office 2007 - Back to the Roots

Mit dem Bürosoftware-Paket Microsoft Office wurde in der Version 2007 ein völlig neues Bedienkonzept eingeführt: Statt mehrerer Leisten für das Hauptmenü und diverse Funktionen gibt es nun eine einzige Leiste namens "Mulitfunktionsleiste", auch "Ribbon-Bar" genannt, welche angeblich übersichtlich die Funktionen anbietet, welche häufig genutzt werden (s.a. The Office 2007 UI Bible).

Mich stören an diesem Konzept mehrere Dinge:

  1. Das neue Konzept ist nicht abwärtskompatibel
    Das alte Konzept mit den platzsparenden Elementen Hauptmenü und verschiedenen zuschaltbaren und einzeln konfigurierbaren Werkzeugleisten wurde vollständig abgelöst. Es wird keine Möglichkeit angeboten, das inzwischen erlernte (und in vielen anderen Anwendungen genutzte) Bedienkonzept weiterzuverwenden. Man wird also gezwungen, die neue Bedienung zu verwenden.

  2. Die Ribbon-Bar ist klobig
    Früher konnte man bei Toolbars oftmals einstellen, ob man große oder kleine Symbole sehen möchte und ob der Beschriftungstext angezeigt werden soll oder nicht. Hier wird einem nun vorgeschrieben, dass man sehr große Symbole verwenden muss und die Beschriftung hängt auch noch mit dran. Das ganze nimmt dann so viel Platz ein, wie in älteren Versionen drei Leisten benötigten.
    Und die Möglichkeit, die Ribbon-Bar komplett einzuklappen
    (z.B. mittels Rechtsklick auf der Ribbon-Bar und Auswahl von "Mulitfunktionsleiste minimieren" oder noch schneller durch Doppelklick auf den aktiven Kategorie-Tab)
    nützt auch nicht viel: Man hat zwar viel mehr Überblick über das Dokument, was in der Tat wichtiger ist, als diverse angebotene Funktionen; aber wenn man dann eine Funktion nutzen möchte, muss man immer erst die komplette Leiste einblenden und das bedeutet "Klickarbeit" und anschließendes Neu-orientieren in der Leiste.

  3. Die Ribbon-Bar ist unübersichtlich
    Manche Funktionen sind auf anderen Tabs als ich sie vermuten würde
    (Beispiel: "Seitenwechsel einfügen" hat weniger mit "Einfügen" zu tun, als viel mehr mit "Seitenlayout", trotzdem bin ich immer auf dem Tab "Einfügen" zugange, weil ich ja etwas Einfügen möchte);
    manche Funktionen verschwinden in eine ausklappbare Pfeil-/Dreieck-Schaltfläche, wenn die Breite des Fensters nicht ausreicht, um alle Elemente der Ribbon-Bar anzuzeigen (wobei die Reihenfolge des "Verschwindens" keinem bestimmten Schema zu folgen scheint, sondern mal rechts, mal links die Schaltflächen kleiner werden bzw. verschwinden, so dass die Suche nach einer Funktion auf die nächste Stufe gehoben wird - Suche nach Funktionen, die auf irgendeiner Seite irgendwo eingeklappt/versteckt sind);
    und manche Funktionen werden standardmäßig gar nicht angezeigt. Genau. Die sind auf keinem Tab zu finden. Trotzdem sind die Funktionen nicht inzwischen von der alten auf die neue Version "verlernt" worden. Sie wurden nur als "nicht wichtig" eingestuft und - vermutlich aufgrund von Punkt 2, da die Ribbon-Bar schon so voll und klobig ist - in einem Untermenü versteckt
    (Man klicke auf die "Schaltfläche 'Office' auch als "Orb" bezeichnet, das ist der Kuller oben links in der Office-Anwendung, und betätige dann unten rechts die Schaltfläche "Word-Optionen" (Ja, sie haben die Optionen in einem hauptmenüartigen klobigen Menü versteckt). Dann wechsle man auf die Seite "Anpassen" und schon ist man auf der Seite zur Übersicht über alle Funktionen. - Schneller geht es übrigens, wenn man irgendwo auf der Ribbon-Bar rechtsklickt und dann "Symbolleiste für den Schnellzugriff anpassen" auswählt. - Wichtig ist nun, oben unter "Befehle auswählen" nicht "Häufig verwendete Befehle" stehen zu lassen, denn die Funktionen entsprechen denen, die schon irgendwo in der Ribbon-Bar existieren, sondern auf "Befehle nicht in der Multifunktionsleiste" oder direkt auf "Alle Befehle" umzustellen. Dann kann man aus der Liste auf der linken Seite die Funktion raussuchen (gesetzt den Fall, man kennt den Namen) und diese mittels Klick auf "Hinzufügen >>" auf die Liste auf der rechten Seite kopieren. Die dort gesammelten Lieblingsfunktionen werden dann sozusagen im Fenstertitel der Office-Anwendung ganz oben aufgereiht und sind so etwas wie die "platzsparende" einzige Werkzeugleiste des neuen Office.).

  4. Andere Anwendungen werden diesem Bedienkonzept folgen
    Dazu zähle ich leider nicht nur die Microsoft-eigenen Programme wie Paint und Wordpad, sondern auch Programme von Drittanbietern. Wie in Punkt 1 bereits beschrieben, fürchte ich, dass es höchstwahrscheinlich keine Alternativbedienung sein wird, sondern eine Ersatzbedienung, d.h. man hat keine Möglichkeit mehr, die Bedienung so vorzunehmen wie man sie gelernt hat, sondern muss sich seine Funktionen erst mühsam zusammensuchen. Gerade mit Windows 7 soll die Ribbon-Bar in weiteren Programmen Verwendung finden. Wenn ich istartedsomething.com richtig verstehe, wird die Ribbon-Bar aber auch noch nach Vista zurückportiert.


Leider habe ich kein Patent-Rezept gegen Punkt 4. Ich weiß nicht, was man machen kann, wenn immer mehr Programme auf die Ribbon-Bar umsteigen, außer vielleicht das Betriebssystem zu wechseln (z.B. auf Ubuntu). Es folgen einige Ideen, was man tun kann, wenn man sich mit der Ribbon-Bar in Microsoft Office nicht anfreunden kann oder will:

  1. Verwendung einer alternativen Software
    Ganz im Ernst, genau das war mein erster Gedanke, als ich mit dem neuen Office konfrontiert wurde. Die Bedienung hat mich nur genervt und ich habe nichts gefunden. Da kann man doch gleich auf ein anderes Programm (beispielsweise Open Office) umsteigen. Die Lernkurve ist wohl nahezu gleich.
    Mögliches Problem: Wenn das alternativ genutzte Programm auch auf die Ribbon-Bar umsteigen sollte (s. Punkt 4), hat man nichts gewonnen.
    Außerdem ist wie schon beschrieben Punkt 4 ein KO-Kriterium. Hier hilft nur das Umsteigen auf ein anderes Betriebssystem (auf Linux läuft Open Office übrigens auch ;-) ).

  2. Beschleunigtes Lernen/Tastaturkommandos mit Search Commands (via istartedsomething.com, istartedsomething.com und - wo sonst - istartedsomething.com)
    Kommt ein Wechsel der Software/des Betriebssystems nicht in Frage (z.B. weil der Arbeitgeber beides vorgibt), so kann man sich in Microsoft Office 2007 mit dem Add-On/Plug-In Search Commands weiterhelfen.
    Search Commands in Word

    Wäre die Ribbon-Bar standardmäßig immer mit der Funktion "Search Cammands" ausgestattet, würde dieser Blog-Eintrag gar nicht existieren. Ich arbeite gerne mit der Tastatur anstelle der Maus und bevor ich lange suchend durch die Tabs klicke, gebe ich lieber den Namen der gesuchten Programmfunktion in das Suchfeld ein und erhalte bereits während des Tippens Ergebnis-Vorschläge aufgelistet.
    Hält man den Mauszeiger über der gefundenen Funktion, so wird zudem angezeigt, wo sich die Funktion in der Ribbon-Bar befindet. Damit hat man sogar noch einen Lerneffekt - wenn man den überhaupt noch braucht, weil: Wer will wissen, durch welche Tabs man sich klicken muss, wenn man die Funktion durch Eingabe von einigen wenigen Buchstaben finden kann.
    Mögliches Problem: Search Commands ist leider nur englischsprachig. Damit ist nicht nur die Oberfläche komplett in englischer Sprache gehalten, sondern auch inhaltlich funktioniert die Suche nur nach den englischen Bezeichnern der Programmfunktionen.

  3. Verwendung des klassischen Menüs innerhalb der Ribbon-Bar
    Findige Entwickler haben das bisherige Menü, sprich: das alte Hauptmenü sowie die beiden Standard-Werkzeugleisten, als eigenes Tab in der Ribbon-Bar umgesetzt. Diese Idee hatten mehrere Leute und so kommt es, dass es gleich mehrere Lösungen auf dem Markt gibt. Es folgt eine Auflistung der verschiedenen Add-Ins, die ich im Internet gefunden habe. Diese Liste erhebt allerdings keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da ich zum einen bestimmt nicht alle Lösungen gefunden habe und zum anderen nicht alle gefundenen Programme hier aufzähle (z.B. ist das Programm "Toolbar Toggle" Shareware und die 5-Tage-Test-Version erscheint mir nicht angemessen im Vergleich zu den hier genannten kostenlosen Alternativen):

    • Das Gratis-Angebot: UBitMenü (Klassisches Menü für Office 2007 / Office 2010) ist eine Implementierung der klassischen Oberfläche. Für den privaten Gebrauch kann diese Software als Freeware kostenlos runtergeladen werden.
      Vorteile: Bietet viele zusätzliche Befehle wie "E-Mail", "Thesaurus" und die "Zeichnen/Grafik"-Leisten.
      Nachteile: Das neue Tab "Menü" wird fest zwischen "Start" und "Einfügen" platziert.

    • Die Einzellösungen: SmartTools Classic Menu für <Programmname> ist ein Add-In für jeweils ein Office-Programm (Access, Excel, Outlook und Word). Es existiert allerdings auch eine Lösung, welche für das gesamte Office-Paket gedacht ist: Classic Menu for Office 2007 (unterstützt zusätzlich Powerpoint!).
      Vorteile: Bietet im "alten Hauptmenü" Einträge für die Anzeige weiterer Symbolleisten sowie der zuletzt verwendeten Dateien.
      Nachteile: Shareware, die bei den Einzellösungen selbst zum Testen einen beharrlichen Registrierungszwang erfordert.

    • Kostenlose Einzellösungen: Office Menu Add-ins for Office 2007. Existieren für Access, Excel, Powerpoint und Word.

    • Der Alles-Könner: RibbonCustomizer.
      Vorteile: Es lassen sich wohl alle Parameter ändern: Benennung von Tabs, Zuordnung von Funktionen, usw...




Man kann also versuchen, sich an die Multifunktionsleiste zu gewöhnen, da sie wohl unter Windows das Konzept der Hauptmenüleiste kombiniert mit einer oder gar mehreren Werkzeugleisten ablösen wird, oder sich gegen diese Art der Eingabe verweigern. Mit Hilfe eines der genannten Programme kann es womöglich zumindest in der Microsoft-Office-Welt gelingen, durch Verwendung der klassischen Menüs auf dem alten Stand zu bleiben oder mittels Search Commands den Umstieg langsam zu meistern. Letztendlich muss das jeder für sich selbst entscheiden, aber ich finde es gut, dass es Dank dieser Programme überhaupt eine solche Entscheidungsmöglichkeit gibt und man nicht den Sprung ins kalte Wasser akzeptieren muss, der einem von Microsoft aufgezwungen wird.