Gesagt, getan: Gestern kamen die Freunde mit Milka, Katzenklo und Futter sowie Streu zu uns. Milka blieb im Transportkorb sitzen und Charles, unser Kater, beschnupperte den Zugang zur Transportbox. Um Milka wenigstens eine Verschwindibus-Möglichkeit zu gewähren, entfernten wir dann den Deckel der Box. Beide fauchten ein wenig und dann verschwand Milka auch schon ins Wohnzimmer hinter den Schreibtisch, der an der Wand steht. Jeder, der sich ihr näherte, wurde angefaucht oder angebrummt und so ließen wir sie erst einmal dort sitzen.
Charles hingegen blieb hart: Beim Kuscheln und Streicheln brummte er gar nicht, obwohl er es sichtlich genoss. Irgendwie wirkte er ein wenig wie ein König, so dass es auf einmal "King Charles" hieß. Daraus wurde dann schnell "Prince Charles" (The Artist Formerly Known As Charles: TAFKAC). Und der Prinz ließ sich auch weiterhin nicht anmerken, dass er schon ein wenig ängstlich ist, weil alles so neu ist: Wir hatten gestern ein wenig die Möbel umgestellt und einen Schrank auf Zielposition verschoben. Und dann war da noch diese neue, ältere Katze.
Milka selbst dachte wohl auch nur "komische Gegend, aber gut, dass ich heute Abend wieder nach Hause komme". Doch ihre Katzeneltern gingen dann bald und so wurde ihr langsam klar, dass sie vorerst hierbleiben sollte.
Die Nacht haben wir dann ganz gut überstanden. Charles war wieder in Tobelaune, so dass er rauskam. Die Tür wurde geschlossen, doch damit die Dame aufs Klo konnte, haben wir ihr das Katzenklo reingebracht. Zwischenzeitlich hatte sich Milka dann unter das Bett getraut und heute Morgen konnten wir sie im Kleiderschrank finden - knurrend. Da liegt sie jetzt immer noch und lässt sich auch nicht mit Leckerlis rauslocken. Ich hoffe mal, dass sie sich bald an die Umgebung gewöhnt. Und wer weiß, vielleicht gewährt ihr Prinz Charles ja auch eine Audienz. :-)
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