Vergangene Woche war die Spielemesse in Essen. Von Donnerstag bis Sonntag konnte man dort Gesellschaftsspiele testen und kaufen. Zusätzlich konnte man ebenfalls Bücher, DVDs, Comics und LARP-Material käuflich erwerben.
Ich war - begleitet von meiner Freundin - nur den Donnerstag dort, da ich einerseits einen Tag als ausreichend ansehe und andererseits damit auch die möglichen Ausgaben auf einen Tag und damit einen gewissen Maximalbetrag einschränke. :-)
Die Eintrittskarten hatte ich dieses Mal vor Ort an einem der hinteren Seiteneingänge gekauft. Pünktlich um 9 Uhr öffneten dann auch etwas weiter vorne die Tore. Die Schlangen kamen nur langsam voran und als ich in der ersten Halle ankam, sah es schon so aus, als ob die anderen Leute schon lange an den Tischen säßen, um zu spielen oder sich über die Neuheiten zu informieren.
Mein erster "Kaufrausch" kam dann ganz spontan: Direkt in der Nähe des Heidelberger Us (bisweilen auch liebevoll Schwitzkasten genannt: man wird durch eine große "Box" geleitet und läuft diese in U-Form ab - das machen dutzende Menschen und die Temperatur steigt analog zur verbrachten Zeit immer weiter an) bin ich dort als erstes eingefallen und habe mich minutenlang durch die drei "Gänge" gekämpft. Heraus kam ich mit Werwölfe (die 5-bis-68-Spieler-Version) für knapp 3 EUR, Igelz für denselben Preis sowie Höllenhaus ohne Preisschild, das ich für nen 5er einsackte. Letzteres kenne ich zwar nicht, kam aber auf den ersten Blick dem Spiel "Room 25" nahe, das ich mir sowieso als nächstes kaufen wollte.
Am Stand, der eigentlich "Room 25" führen sollte, konnte ich das Spiel dann aber nicht erblicken. Auf Nachfrage hin hieß es, dass es das Spiel leider nicht auf die Messe geschafft hat. Ich konnte aber das Goodie abgreifen und habe dann somit eine Vorbestellung durchgeführt, so dass ich es dann hoffentlich bald zugesandt bekomme.
Dann ging es weiter durch die Hallen. Am Stand von Friedemann Friese mit 2F-Spiele habe ich dann unbesehen zu den beiden diesjährigen Neuheiten "Fremde Federn" und "Fundstücke" gegriffen. Fundstücke hatte ich mir vorher zumindest mal angelesen, von Fremde Federn, was darauf aufbaut, dass verschiedene Spielmechanismen von anderen Spielen
Zwischendurch dann am Amigo-Stand zwei Doppeldeckboxen für Magic-Decks gekauft und nebenan bei AbacusSpiele das "Zooloretto"-Goodie begutachtet. Da ich das Grundspiel nicht hatte, war der Kauf der Goodie-Box sinnfrei, es sei denn ich kaufe beides... Das habe ich dann einfach mal gemacht, weil ich "Zooloretto" irgendwo schon einmal gespielt hatte und es ganz gut war. Da konnte also nicht viel schief gehen.
Und schon ging es weiter durch die vielen Stände.
Bei Pegasus Spiele hatten wir dann die Chance, das Spiel "Die Zwerge" anzuspielen und auszuprobieren.
Der erste Eindruck war, dass es ein nettes Kooperationsspiel ist, aber mit der Zeit sehr viele Optionen möglich sind und Zustände gelten, dass der Überblick über alles verlorengeht. In einem späteren Spiel hat sich das dann glücklicherweise nicht bestätigt. Wenn man erst mal die grundlegenden Möglichkeiten kennt, dann leidet die Übersicht nicht mehr. Jetzt muss ich nur noch die Bücher dazu lesen, damit ich zumindest die Namen der vorkommenden Charaktere fehlerfrei aussprechen kann. ;-)
Etwas später kam es dann zum zweiten Testspiel: "Smashup" musste angespielt werden. Mit mehreren Völkern, von denen jeder Spieler zufällig zwei zusammengemischt spielt, wird dieses Kartenspiel zu einem ganz lustigen Zeitvertreib.
Das Original von AEG war mir aber zu teuer, da es hier lediglich die Karten als Material gibt und keinerlei Marker, Punktezähler oder ähnliches in der zu groß geratenen Box gibt.
Später habe ich mir "Smashup" daher bei Pegasus Spiele in der deutschen Version gekauft, die die gleichen Karten in einer kompakten Packung zum geringeren Preis enthält.
Zuvor hatte ich noch ein wenig in den DVDs gestöbert und einige alte Filme gekauft, die ich bisher nicht besaß.
Dann war ich wenige Stunden vor Schluss beim Stand von Spiel "King of Tokyo". Richard Garfield, der Erfinder von Magic The Gathering und Robo Rally war dort, um für sein neues Spiel Karten zu unterzeichnen. Ich hatte mir das Spiel nicht zugelegt, aber mir stattdessen eine Magic-Karte unterschreiben lassen - und zwar die, auf der er selbst abgebildet ist. Die ist zwar nicht wirklich spielbar, aber mich hats gefreut und auch er hat dabei gelächelt. :-)
"Die Zwerge" wollte ich mir dann auch endlich kaufen. Überall kostete es dasselbe und als ich dann an einem Stand auch noch die "Pandemie-Erweiterung", die ich bis dato aufgrund des schlechten Preis-Leistungs-Verhältnisses nicht gekauft hatte, entdeckte, versuchte ich einen Rabatt für beide Spiele rauszuschlagen. Der Verkäufer blieb hart, war aber ein Netter und meinte, dass er gar nichts über "Die Zwerge" wüsste. Aufgrund des Testspiels konnten wir ihm ein wenig etwas über die Mechanismen erzählen und hatten somit einen Deal ausgehandelt, doch ein paar Euro Rabatt rauszuschlagen. :-D
Danach hatten wir noch die Idee, alte und gebrauchte Spiele zu kaufen, namentlich "Das verrückte Labyrinth", "Café International", "Sagaland" und "Heimlich und Co".
An dem einen Stand war uns das Komplettpaket dann aber insgesamt doch zu teuer und so haben wir das ausgeschlagen.
Kurz vor Schluss war ich dann doch noch einmal an einem Magic-Stand und habe mir die Planechase-Decks 2012 (auch Magic) gekauft.
Damit war mein Geldbeutel nahezu leer und ich war auch schon ziemlich geschafft.
Zum Abschluss hatte ich dann "Heimlich und Co" an einem Gebrauchtspielestand entdeckt und dann doch noch zugeschlagen, kurz bevor die Messe um 19 Uhr schloss.
Insgesamt war das also ein ereignis- und erfolgreicher Messetag mit vielen Spielen (mitgenommen) und Spielen (endlich auch mal vor Ort testgespielt). So macht das Ganze Spaß und vielleicht fahre ich nächstes Jahr auch wieder hin.
Jetzt muss ich aber erst einmal die Spiele austesten und mal wieder ein paar Spieleabende ins Leben rufen...

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