Montag, 26. Oktober 2009

Essen

Mahlzeit! :-)

Meine Freundin und ich waren für sechs Tage in Essen und Umgebung im Urlaub. Der ursprüngliche Grund war die Spielemesse SPIEL 2009, welche wir damit zum zweiten Mal besucht haben. Da die Messe erst am Donnerstag angefangen hat, konnten wir so die Tage davor damit verbringen, uns die nähere Umgebung anzusehen. Noch vor der Abreise haben wir uns einige Inspirationen geben lassen, von denen wir dann auch einige umsetzen konnten. Leider war ich die ersten Tage noch krank, so dass ich am ersten Tag in Essen leider nicht viel mehr sehen konnte als das Bett im Hotelzimmer. :-(

Nach und nach ging es mir dann aber besser, so dass ich bald schon raus kam und endlich auch mal was von der Stadt sehen konnte.

Direkt in Essener Stadtteil Altenessen haben wir uns die Zeche Carl angesehen und sind ein wenig durch die umschließende Grünanlage spaziert. Das alte Stadtbad haben wir dann auch entdeckt.

An einem anderen Tag haben wir uns am dunklen Abend die Zeche Zollverein angesehen. Diese ist an einigen Stellen illuminiert - ganz ähnlich dem Festival of Lights hier bei uns in Berlin.

Wieder an einem anderen Tag waren wir in Essener Stadtteil Werden unterwegs und begaben uns auf die Suche nach dem Baldeneysee. Wir fragten ein älteres Ehepaar nach "dem See" und bekamen eine Wegbeschreibung zur Brehminsel. Dann fragten sie uns, ob wir etwa zum "großen See" wollten; wir waren uns dann aber einig, dass die Brehminsel auch sehr schön sei (auch wenn ich der Meinung bin, dass "See" und "Insel" sich ganz gewaltig voneinander unterscheiden). Die Brehminsel war in der Tat sehr schön: Eine Insel mit genau einem Zugang, auf der man herrlich herbstliche Fotos schießen konnte.

In Mühlheim (an der Ruhr) haben wir uns auch einiges angesehen: Neben mehreren Kirchen und Fachwerkhäusern haben wir uns auch die Stadthalle und das Schloss Broich angesehen. Mir fiel erst bei dem Spaziergang auf, dass wir einige Straßen schon letztes Jahr gesehen hatten, als wir auf der Suche nach einer Unterkunft in Mühlheim unterwegs gewesen waren. Da war es aber auch schon sehr früh dunkel, so dass das von daher entschuldbar ist. ;-)

Einen Tag sind wir auch nach Oberhausen gekommen. Mein Plan war es, Karten für die Abendvorstellung des Musicals "Tanz der Vampire" im Metronom Theater zu kaufen. Der Plan ging auch auf und so hatten wir vor der Vorstellung noch etwas Zeit, um in der Gegend herumzulaufen. Phänomenal fanden wir ja, dass dort bei Theater und großem Einkaufzentrum riesige Parkhäuser stehen, die völlig kostenlos genutzt werden können - in Berlin wird man hierfür auf jeden Fall doch um einige Euro berappt. Bei dem genannten Einkaufszentrum handelt es sich um das "Centro". Dies ist ein ordentlich großes Shopping-Center, bei dem am Donnerstag wohl die zweite Hälfte eröffnet wurde, so dass es jetzt Europas größtes Shopping-Center genannt wird. Donnerstags ist übrigens auch langer Donnerstag - da haben die Geschäfte bis 21 Uhr auf (hihi).

Rund um das Centro herum befinden sich ein Rummelplatz, ein Kino, Restaurants und Biergärten, eine Wasseranlage und bestimmt auch noch vieles mehr - aber wir hatten ja auch nicht ewig Zeit. Das Gasometer konnte man von dort aus auch sehen. Naja, wir haben ja selbst eins hier in Berlin in unserer Nähe und außerdem war ja auch wie gesagt die Zeit etwas knapp.

Das Musical war dann wieder wunderschön: Die Kostüme sind sehr hübsch, die Musik ist toll, die Beleuchtung ist klasse. Wenn Vampire oder anderes Volk durch das Publikum läuft, ist das auch immer gut. "Tanz der Vampire" ist wohl mein Lieblingsmusical und in Oberhausen war auch alles spitze, so dass ich es nur empfehlen kann. Allerdings wandert es Anfang nächsten Jahres nach Stuttgart weiter (und tauscht mit "Wicked"), so dass man sich beeilen muss, wenn man das Musical noch in Oberhausen sehen will. Das Theater wirkt klein, auch von innen, ist aber völlig ausreichend dimensioniert und wir konnten auch aus der letzten Reihe alles ganz gut sehen - auch wenn die geschminkten Gesichter und Kostümfeinheiten aus der Entfernung natürlich nicht erkennbar waren.

Am Donnerstag ging es dann zur Spielemesse. Dort habe ich auch wieder einiges an Geld gelassen und dieses für bemalte und bearbeitete Materialien aus Pappe, Holz, Plastik und Papier eingetauscht. :-)

Es hat wieder Spaß gemacht, auch wenn ich dieses Jahr bei den Verlosungen direkt an den Ständen leider nicht so viel Glück hatte. Irgendwann waren die Füße müde und die Handflächen "wund" vom Tütenschleppen, dass wir einfach gesagt haben "Tschüß, bis zum nächsten Mal". Wir sind dann gleich wieder nach Berlin zurückgefahren und sind wieder zurück zu unseren Katzen.

Unbesucht, aber weiterhin für einen Abstecher vielleicht im nächsten Jahr vorgemerkt sind die folgenden Empfehlungen: das Red-Dot-Institut, das GOP Varieté und vielleicht auch Swin-Golf.

Sonntag, 23. August 2009

FedEx und der Pfeil

Es gibt einige Dinge, die man einfach nicht mehr vergisst. Ich meine damit so etwas wie die Lösung einer kreativen "Black Story" (wie zum Beispiel zu der Ausgangsbeschreibung Das Paket im Roggenfeld - die Lösung ist auf der verlinkten Webseite nur einen Klick entfernt) oder die etwa die ausgeklügelte Idee auf der Filme wie "The Game" oder "The Sixth Sense" basieren. Bevor man mit der "Black Story" oder einem der genannten Filme zu tun hatte, wusste man nichts und man war sehr überrascht, als man die Wendung mitbekommen hat; doch selbst wenn man Jahre später erst wieder in Kontakt damit kommt, man weiß sofort wieder, was die Grundidee war.

So ähnlich kann es einem ergehen, wenn man das FedEx-Logo sieht.

FedEx-Logo


In der Tat habe ich dieses Logo noch nicht so häufig gesehen, aber natürlich kenne ich es. Nur war mir bisher noch nie der Pfeil aufgefallen. "Pfeil? Was für ein Pfeil?" könntet Ihr jetzt fragen. Na dann schaut doch noch einmal genauer hin...

Genau! Durch die Anordnung der Buchstaben "E" und "x" bildet sich ein weißer Pfeil heraus, der nach rechts zeigt.

Gefunden habe ich diese Information gestern auf der Webseite thesneeze.com (über istartedsomething.com). Dort ist - in englischer Sprache - auch ein Interview mit dem Ersteller des Logos aufgeführt.

Tja, und nun werde ich ab sofort jedes Mal den Pfeil sehen, wenn ich das FedEx-Logo zu Gesicht bekomme.

Für die, die immer noch nicht wissen, welchen Pfeil ich meine, folgt etwas weiter unten noch ein Bild zur Verdeutlichung...

FedEx-Logo mit hervorgehobenem Pfeil

Samstag, 20. Juni 2009

Fernsehen

Heute Morgen bzw. Vormittag (so genau kann man das in dem müden Zustand nicht definieren ;-) ) waren meine Freundin und ich wieder zum Laufen im Grunewald unterwegs. Als wir anschließend nach Hause kamen, wunderten wir uns etwas, da so ein helles Fiepen zu hören war, wie technische Geräte das manchmal machen, und außerdem Musik spielte. Meine Freundin fragte auch gleich "Ist der Fernseher etwa an?", aber ich dachte noch "Nee, den hatten wir doch heute gar nicht angeschaltet."

Hmmm... Schuhe aus, ins Wohnzimmer geschaut, und da lief gerade "Shaun das Schaf" im TV. Aha?!? Ach so! Die Katzen hatten wieder rumgetobt und dabei die Antenne vom Fernseher gefegt, so dass diese auf den Stromschalter der Steckdosenleiste für Fernseher samt Empfänger gefallen sein musste. (Doch, doch, die Idee mit der Steckdosenleiste ist super, wenn man Strom sparen möchte - es sei denn man hat fernsehsüchtige Katzen.)

Kurz darauf lief dann auch der Abspann der Sendung, die sich unsere Stubentiger unbedingt ansehen wollten. Es war - natürlich - "Die Sendung mit der Maus"! Typisch Katzen...

Mittwoch, 17. Juni 2009

Mauerweglauf

Am 6. Juni 2009 war mal wieder Laufen angesagt: Der Mauerweglauf stand auf dem Programm.

Dieses Event hat zwar größere Ausmaße (Berlin auf dem Weg der ehemaligen Mauer umrunden), wurde jedoch gänzlich privat organisiert. Das ganze war als Staffellauf aufgezogen, dass heißt dass man sich einen Teilabschnitt aussuchen konnte und diesen dann zur angegebenen Uhrzeit gelaufen ist. Die Strecken waren über Google-Maps-Karten vermessen und bereitgestellt und wir hatten sogar einen Staffelstab, der über alle Etappen hinweg weitergereicht worden ist.

Der Mauerweglauf hat mir super gefallen, da alles so klasse organisiert war und die Strecke, die Leute und das Wetter super waren.

Im Blog des Organisators werden nun nach und nach die Berichte der einzelnen Etappen mitsamt Fotos veröffentlicht, so dass man sich ein Bild vom Ablauf und der Strecke machen kann.

Ich war bei Etappe 5 und Etappe 6 dabei.

Der Zieleinlauf am Abend beim Brandenburger Tor klappte auch pünktlich und es kamen noch eine große Menge an Läufern zum Zusammentreffen, bei dem wir noch ein wenig gefeiert haben.

Das ganze war also ein voller Erfolg und ich bin schon ganz gespannt, was nächstes Jahr geplant wird. Da bin ich dann bestimmt auch wieder dabei.

Montag, 13. April 2009

Die Auswirkungen eines Computerviruses

Hallo mal wieder!

Ich habe mich gerade mit einem Problem rumgeschlagen, das ich hier gerne näher erläutern will.

Ich hatte schon früher einmal ein Problem mit einem Virus: Der hatte immer zwei Prozesse (so ähnlich wie unsichtbare Programme) am Laufen und immer, wenn man den einen gekillt (beendet) hat, hat der andere den wieder neu gestartet, so dass man nie beide gleichzeitig beenden konnte.

Heute ergab sich aber ein ganz anderes Problem: Gestern hatte ich mir einen Virus eingefangen, auch noch auf die dumme Tour. Ich wollte eine komprimierte Datei entpacken und habe selbst gesehen, dass die Datei "Name.rar.exe" hieß. Das Symbol war natürlich das von WinRar, dem verbreitesten Programm zum Entpacken von Rar-Dateien, aber ich konnte ja sehen, dass es eine Exe-Datei war. Ich dachte noch, dass es ja vielleicht ein selbstextrahierendes Archiv sein könnte, was aber Quatsch ist, da man dann nicht noch ein ".rar" im Dateinamen ergänzt. Das ganze war extra darauf ausgelegt, dass unter Windows die Standardeinstellung "bekannte Dateiendungen ausblenden" aktiviert ist, so dass die Endung ".exe" gar nicht erst angezeigt wird und der normale Benutzer nur das "Name.rar" sieht. - Und ich Idiot klicke trotzdem doppelt auf die Datei.

Der Virenscanner sprang natürlich an und hat gefährliche Zugriffe geblockt, aber leider war das noch zu wenig.

Erst heute sind mir die weiteren Auswirkungen aufgefallen: Ich wunderte mich nämlich, dass im Windows Explorer keine Dateiendungen mehr angezeigt wurden. Zu dem Zeitpunkt dachte ich noch an eine Windows-Macke und wollte das schnell beheben. Im Menü "Extras" unter "Ordneroptionen" kann man die Datei-Endungen ja wieder auf sichtbar schalten. Nur leider war unter "Extras" kein Menüeintrag "Ordneroptionen". Oha. Eine Suche im Internet bestätigte mir, dass man diesen Menüeintrag unsichtbar schalten lassen kann.


Die Konfiguration von Windows-Einstellungen geschieht in der sogenannten Registry. Dort kann jeder Futzel von Windows konfiguriert werden. Ein Programm zum Bearbeiten der Registry ist bei Windows dabei (der Registry-Editor "regedit"). Man muss zwar aufpassen, was man einstellt, da im schlimmsten Fall Windows gar nicht mehr läuft, aber ich weiß ja, was ich tue.
Also habe ich den Registry-Editor gestartet (mittels der Tastenkombination Windows + R, was einen Shortcut zu "Start" - "Ausführen" darstellt, das Dialogfenster zum Ausführen eines Programms geöffnet und dann "regedit" eingegeben und mit Return/OK bestätigt).

Tja, der Virus war gut (jetzt nicht im Sinne von nicht böse, sondern im Sinne von gut mitgedacht). Was ich dann zu sehen bekam war nicht der Registry-Editor, sondern eine Fehlermeldung: "Das Bearbeiten der Registrierung wurde durch den Administrator deaktiviert."


Natürlich habe ich das nicht selbst deaktiviert. Aber unter Windows ist jeder Nutzer standardmäßig Administrator und wenn ich ein Programm starte, dann läuft das mit meinen Rechten. Das ist an sich in Ordnung, nur wenn ich einen Virus ausführe, dann kriegt der auch die Rechte eines Administrators und kann dann die Ordneransicht unsichtbar schalten und die Registrierung deaktivieren.

Na super. Das Aktivieren von Zugriffen auf die Registry ist nämlich gar nicht so einfach. Ob man auf die Registry zugreifen darf oder nicht, wird nämlich wie alle Einstellungen in der Registry gespeichert. Und genau auf die darf ich ja jetzt nicht mehr zugreifen. *grrr*

Ich habe ein paar Dinge ausprobieren müssen (anderen Registry-Editor ausprobiert, Einstellung geändert, Neustart des Rechners, Zugriff ist immer noch deaktiviert; Aufruf eines Skripts zum Ändern der Einstellungen, wo dann daraufhin eine neue Fehlermeldung kommt, dass der Skripting Host vom Administrator deaktiviert wurde; Versuch, die Einstellungen über eine Registry-Datei zusammenzufügen, der natürlich fehlschlug, weil die Registry ja gesperrt ist), bis ich auf eine Internetseite gestoßen bin, welche einen Befehl zum Ändern von Registry-Einträgen enthielt.

Mittels "cmd" kann man im Ausführen-Dialogfenster ein Befehlsfenster starten und dort konnte ich den Befehl zur Änderung einer Registry-Einstellung absetzen:
reg add HKCU\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\policies\System /v DisableRegistryTools /t REG_DWORD /d 00000000 /f

Damit wird in der Registry ein Wert gesetzt, der die Deaktivierung aufhebt. Juchu!

Anschließend konnte ich dann die Registry aufrufen und die Ordneroptionen wieder sichtbar schalten, indem ich unter
HKEY_CURRENT_USER\ Software\ Microsoft\ Windows\ CurrentVersion\ Policies\ Explorer

den Wert
NoFolderOptions

gelöscht habe.

Dann konnte ich endlich in einem neuen Windows-Explorer-Fenster im Menü "Extras" den Eintrag "Ordneroptionen" auswählen und im Dialogfenster den Haken bei "Erweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden" entfernen.



So weit, so gut. Beim Schreiben dieses Artikels fiel mir aber auf, dass die Registry schon wieder gesperrt wurde. Zudem war der Menüeintrag "Ordneroptionen" auch wieder verschwunden. Das bedeutet, dass wohl immer noch ein Programm im Hintergrund läuft und ständig die Einstellungen verändert. Da ich inzwischen mindestens einmal den Rechner neu gestartet habe, wird dieses Programm wohl automatisch beim Systemstart mit gestartet.

Ich werde jetzt mal live mitschreiben, was ich hier tue, um dieses Programm zu eliminieren.

Mit Hilfe des Registry Monitors von SysInternals filtere ich aus allen Zugriffen auf die Registry nur diejenigen, die mich interessieren: Über "Options" - "Filter/Highlight" setze ich "Include" auf "HKCU\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\policies\System".


Nach einiger Zeit erscheint der böse Prozess mit drei Einträgen in der Auflistung, mit denen er den angegebenen Pfad geöffnet hat, den Wert zum Sperren des Zugriffs auf die Registry ("DisableRegistryTools") geschrieben hat und schließlich den Pfad wieder geschlossen hat. Mittels Rechtsklick auf einen der Einträge und Auswahl von "Processs Properties" erfahre ich dann auch wie der Dateipfad zu diesem Prozess lautet.

Mit Hilfe des Process Explorers (ebenfalls von SysInternals) versuche ich dann, diesen Prozess zu finden: Über das Menü "Find" kann ich den Eintrag "Find Handle or DLL..." auswählen und dann nach dem Namen "48676354" suchen. Es wird im unteren Bereich der komplette Baum des Prozesses angezeigt und ich kann sehen, dass lsass.exe (LSA Shell) diesen Prozess gestartet hat.


Ich wähle den bösen Prozess aus und führe im Process Explorer ein "Kill" aus, um den Prozess zu beenden.

Im angegebenen Pfad markiere ich das Executable und lösche es ebenfalls.

Schließlich untersuche ich mit Autoruns (und noch einmal von SysInternals) die automatischen Starts von Programmen beim Starten des Betriebssystems. Auch hier suche ich nach dem Namen ("File" - "Find...") und finde einen Eintrag unter dem Titel "Diagnostic Manager". Dieser Eintrag wird natürlich gelöscht.


Ich habe dann sicherheitshalber noch weiter nach diesem Namen gesucht und etwas links und rechts geschaut, aber das war dann wohl der einzige Eintrag dieser Art.

So, dann werde ich mal mein System neu starten und hoffe, dass dann alles wieder geht.

Ich hoffe, der Artikel hat ein wenig Aufschluss darüber gegeben wie böse Viren sein können, was für Aufwand man beim Bereinigen haben kann und ist ein guter Ratschlag, dass man nicht auf Alles klicken sollte, was einem verdächtig vorkommt, selbst wenn man einen Virenscanner verwendet.

Ich wünsche noch frohe Ostern und virenfreie Computer.

Montag, 9. Februar 2009

Leute beim Einkaufen

Ich glaube, ich sollte mehr einkaufen. Dann kann ich mich öfter über die komischen Leute wundern.

Oder ich sollte weniger einkaufen, um dem Wahnsinn zu entgehen, mit dem Manche in der Öffentlichkeit so um sich werfen.

Ich bin eben frisch vom Einkaufen zurück und habe gerade in einem Laden Spektakuläres erlebt.

Hier Situation 1:

Kundin ganz hinten in der Schlange: "Haben Sie noch eine Kasse?"

Kassiererin zeigt keine Reaktion (hat ja auch mit Kassieren zu tun).

Kundin lässt nicht locker; nun etwas lauter: "Haben Sie noch eine Kasse?"

Kassiererin merkt etwas und fragt nach hinten: "Was?"

Kundin wieder etwas leiser: "Nicht 'Was', sondern 'Wie' heißt das."
Kundin jetzt wieder lauter
: "Haben Sie noch eine Kasse?"

Kassiererin antwortet nicht, sondern drückt auf die Klingel.
Kurz darauf kommt eine Kollegin zur Kasse dahinter, an welche sich die nervige Kundin natürlich als Erste hinstellt und ihre Ware auf das Förderband direkt vor die Kasse plumpsen lässt.

Was mich hierbei den Kopf schütteln lässt, ist nicht die Tatsache wie dreist sich die Kundin verhalten hat. Jedenfalls nicht nur. Nein, vor allem hat mich gewundert, wie man dreimal den unmöglichen Satz "Haben Sie noch eine Kasse" aufsagen kann - ich hätte natürlich geantwortet: "Ja, wir haben sogar noch zwei Kassen - nur leider ist keine weitere besetzt") - und dann noch ihren Gesprächspartner korrigieren will, dass es "Wie?" oder noch besser eigentlich "Wie bitte?" heißen muss und nicht "Was?".

Aber ich hatte gar nicht die Zeit, mich darüber aufzuregen, denn gleich darauf kam schon Situation Nummer 2:

Während ich immer noch an Kasse 1 warte, kommt nämlich eine weitere Frau von draußen herein, stürmt auf die Kasse zu und stellt gleich ihre Frage - irgendetwas in die Richtung, ob sie denn noch Kalender hätten.

Ich wundere mich schon ein wenig, ist es doch schon Februar, und be-wundere die Kassiererin, welche es fertig bringt, weiter zu kassieren UND mit der Dame zu debattieren: Nein, sie haben keine Kalender.

Frau: "Wie? Sie haben keinen Mondkalender?" (Nebenbei rupft sie sich ein paar Tütchen vom Tütenspender an der Kasse - kann das der Beweggrund gewesen sein, dass sie ein Gespräch anfängt, nur um nebenbei ein paar Tütchen mitnehmen zu können?)

Kassiererin: "Nein, wir haben keine Mondkalender".

Frau immer noch rupfend: "Gibt's ja nicht. Na gut, dann passen sie aber gut auf, auf dem Nachhauseweg. Denn heute ist Mondfinsternis."

Ich erspare Euch mal den langen Rest: Kurzgesagt ging die Frau doch nicht gleich, sondern machte noch einmal kehrt und meinte, sie müsse dem Herrn <NameDesGeschäfts> mal einen Brief schreiben. Die Kassiererin musste schon fast lachen, meinte aber, sie arbeite schon seit vier Jahren hier und höre nun zum ersten Mal, dass jemand einen Mondkalender wolle. Die Frau meinte nur, dass es sonderbar sei, dass es keine Mondkalender gäbe, und außerdem ist sie ja Astrologin. (Und deswegen muss es das ganze Jahr über in allen Geschäften Mondkalender geben? Oder wie oder was? Oder: Und deswegen darf sie sich auch einfach direkt an die Kassiererin wenden, auch wenn da gerade ganz viele Leute stehen, die vollabern und ein paar Tütchen mitgehen lassen. Genau!)

Also ich fand dieses Erlebnis auch schon recht abstrus, aber das Beste kam dann noch, als ich in die Straße meiner Wohnung einbog. Ich habe sofort ein Foto davon gemacht (leider nur die Handy-Cam und etwas verwackelt):

Blick in den Nachthimmel

Es ist der Blick in den Himmel. Ja, es ist Vollmond. - Eine Mondfinsternis stelle ich mir doch etwas anders vor, Frau Astrologin...

Sonntag, 18. Januar 2009

Knoblauchrestaurant - ein Langzeitversuch

Wir waren letzten Montag im Koblauchrestaurant Knofel in Berlin (natürlich http://www.knoblauchrestaurant.de/). Ich mag Knoblauch und wir haben auch ein wenig darüber gescherzt, dass am nächsten Tag die Kollegen im Büro bestimmt die Nase rümpfen würden. Aber das diese Geschichte sich so ausweiten würde, hatte ich nicht vermutet. Hier der Bericht über den Langzeitversuch mit dem Codenamen "40-Zehen-Hähnchen":



Tag 0:
- Abends: Essen im Knoblauchrestaurant. Das 40-Zehen-Hähnchen bestellt ("wir garantieren für ein Gericht mit wirklich viel Knoblauch, richten alles auf Salat an und reichen Brot dazu"), wo um die 60 panierte Knoblauchzehen beiliegen. *OMG*



Das 40-Zehen-Hähnchen


(ja, die panierten Kügelchen sind keine Kroketten, sondern Knoblauchzehen...)



Tag 1:
- Morgens im Büro: Das Fenster wird aufgerissen, weil es so komisch riecht.
- Mittags: im Nebenbüro (über den Flur) höre ich einen Kollegen sagen "hier riecht es nach Knoblauch".
- Nachmittags: das Blubbern und Grummeln in meinem Magen nimmt derartige Ausmaße an, dass ich Bauchschmerzen kriege und nach Hause fahren muss.



Tag 2:
- Morgens im Büro: Ein Kollege kommt rein und sagt als erstes "es riecht hier immer noch nach Knoblauch".
- Mittags bin ich für eine Viertelstunde im Nachbarbüro. Eine Stunde später heißt es "ein stechender Geruch, auch im anderen Büro, wir wissen nicht, woher er kommt"; in Folge wird das Fenster wieder aufgerissen.
- Abends: Endlich kommt der Spruch "Wehrt Ihr Euch gegen Vampire?"


Am Tag darauf gab es glücklicherweise keine Bemerkungen mehr. Alles in allem ist es schon relativ übel, so viel Knoblauch zu sich zu nehmen, dass es andere noch zwei Tage danach merken. Ich mag Knoblauch immer noch und ich würde auch wieder in das Knoblauchrestaurant gehen (auch wenn der abschließende Knoblauchschnaps eigentlich recht abartig war), aber ich werde das nächste Mal lieber ein Gericht nehmen, wo keine 60 Knoblauchzehen dabei sind - soviel ist sicher.

Toilettensitz mit Herz

Da unser alter Toilettensitz schon etwas kaputt und demzufolge auch wackelig war, haben wir uns entschlossen, einen neuen Sitz zu kaufen.

In einem Einrichtungshaus hatten wir zwar welche gefunden, aber der beste mit Motiv war dann nicht so zu den Fliesenfarben passend und einen ohne Motiv wollten wir gar nicht.

Der anschließende Besuch zweier Möbelgeschäfte eröffnete uns dann die Einsicht, dass Möbelgeschäfte keine Toilettensitze führen.

Also haben wir uns dann am Nachmittag/Abend im Internet bei einer bekannten Versteigerungsplattform umgesehen und zwei lustige, schöne und passende Toilettensitze gefunden: Der eine hatte ein Krokodil aufgemalt. Aufgeklappt sah man dann auch das aufgeklappte Maul von innen. Sehr originell. :-)

Der andere sah aus wie die Klohäuschen im Wanderwald: Ein Häuschen aus Brettern mit einem ausgeschnittenen Herz in der Tür.

Den zweiten haben wir dann auch gleich bestellt und inzwischen auch montiert. Und so sieht das dann aus:

Toilettensitz geschlossenToilettensitz aufgeklappt

Spiegelreflexkamera (Fotos, Fotos, Fotos)

Kürzlich - das neue Jahr war noch jung - habe ich mir eine digitale Spiegelreflexkamera geleistet. Ich wollte schon lange eine haben und war eigentlich immer bei den dreistelligen Canon-Exemplaren am Gucken (erst die 350D, dann die 400D, schließlich auch der Gedanke an die 450D), aber in letzter Zeit liebäugelte ich auch immer mehr mit der 50D. Im direkten Vergleich gefiel mir dann die 50D besser, auch wenn der Preis ca. doppelt so hoch ist und ich bisher nicht zu den "Profis" unter den Fotografen zähle.

Nun ja, das "Knipsen" kann man ja vertiefen und lernen, wenn man es selber tut. Da sehe ich also nicht so das Problem drin. Und die Kamera macht richtig gute Fotos. Natürlich wurden die Katzen als erste Fotomotive ausgewählt. Wenn man die Fotos dann zweimal halbiert (die sind im Original riesig) und noch ein wenig bearbeitet, dann erhält man solche Ergebnisse:


Charles und Lizzy aneinandergekuschelt


Charles vor der Wand


Charles auf gelber Decke


Charles auf dem Sofa sitzend


Charles spiegelt sich im Laptop-Deckel


Charles und Lizzy vor dem großen Bildschrim (die Maus ist interessant)


Charles