Donnerstag, 31. Juli 2008

Euros gekauft

Kurz nach dem Umzug habe ich ein wenig in einer Kiste aufgeräumt, als mir plötzlich ein Klappkärtchen in die Hände fiel. An und für sich nichts Besonderes - es handelte sich um ein kleines Weihnachtskärtchen, wo ein lieber Gruß eingetragen sein dürfte. Ich öffnete also die Karte und - neben dem erwarteten Gruß - sah ich einen Geldschein, fein zusammengefaltet: Goldgelbbraune Farbe, eine 50 war zu erkennen, "Hurra, ich habe 50 Euro gefunden"!

Doch halt, da stand doch irgendwas von "fünfzig", steht das auf deutsch auf den Euro-Scheinen? Und irgendwie ist der Schein auch etwas zu bräunlich.

Beim Auseinanderfalten wurde es dann klar: Nicht fünfzig Euro, sondern fünfzig Deutsche Mark hielt ich hier in den Händen.

"Okay, den Schein muss ich wohl umtauschen", dachte ich mir. Es ist ja bekannt, dass die DM nicht mehr als Zahlungsmittel anerkannt ist; auch die letzte C&A-Aktion, bei der man noch mit der Deutschen Mark zahlen konnte, liegt wohl schon Jahre zurück. Aber ich war mir recht sicher, dass man die Scheine noch umtauschen könnte. Die Frage war nur: Wo?

Ich habe es einfach mal bei meiner Bank probiert, doch wurde ich nur angelächelt ("Wo haben Sie den denn gefunden?") und konnte meinen Fuffi dort nicht umtauschen. Aber mir wurde mitgeteilt, dass ich den bei der Landeszentralbank (LZB) umtauschen könne. Die Rede war von der Dovebrücke - dort sollte die LZB in Berlin gelegen sein.

Eine Internetrecherche brachte die Adresse in der Kurstraße zutage und da ich die Dovebrücke kannte und mir dort noch nie ein großes Bankgebäude aufgefallen war, vertraute ich der Angabe aus dem Netz.

Allen, die auch zur LZB in Berlin müssen, kann ich nur raten: Fahrt nicht in die Kurstraße! Dort gibt es nämlich nur ein Schild, auf dem steht: "Wir sind umgezogen und jetzt in der Leibnizstraße 10 zu finden". Tja, und die befindet sich einige hundert Meter südlich von der Dovebrücke... *grummel*

Wir sind umgezogen

Also bin ich dann noch dorthin gefahren und habe ein Vorher-Nachher-Foto geschossen:

Vorher Nachher

Das Bankgebäude wirkt übrigens recht "steril"; man kommt sich im Warteraum vor wie bei "1984" mit totaler Überwachung (vier vermilchglaste Metalltüren mit rotem Eintrittsverbotslicht, eine Überwachungskamera, langes Warten in bedrückender Stille) und auch der Umtausch war eher förmlich als freundlich. Aber ich wollte ja auch keine neuen Freundschaften schließen, sondern nur meinen DM-Schein in Euros umwandeln und das hat auch geklappt.

Ach ja: Nachdem ich den 50-DM-Schein eingereicht hatte, lautete der Spruch des Bankangestellten: "Das macht dann 25 Euro und 56 Cent". Im ersten Moment klang das schon fast so, als müsse ich diesen Betrag auch noch zahlen. Aber natürlich habe ich diesen Betrag von ihm erhalten. Und nach dem amtlichen Wechselkurs von 1,95583 stimmt das auch: 50 / 1,95583 = 25,5645941.

Montag, 21. Juli 2008

Geschafft!

Gestern bin ich mit Sack und Pack (und haufenweise Kisten und Möbeln und Schrankwand und...) in die Wohnung meiner Freundin gezogen. Dank der Hilfe meiner Freundin war alles gut organisiert und die Kisten alle fertiggepackt und aufgrund der tatkräftigen Hilfe von Freunden ging das Umpacken am Sonntag (Kisten runter in den Hausflur und dann rüber in den Umzugswagen, drüben dann ausladen in den Keller oder das kleine Zimmer - und das Ganze in zwei Fuhren) super reibungslos vonstatten. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an alle, die mir geholfen haben!!!

Danach waren wir alle noch schick italienisch essen und dann bin ich nach sechs Stunden erst einmal müde in den (Nach)Mittagsschlaf gefallen. Das Ausmaß des Umzugs ist mir dann erst so recht bewusst geworden: Überall stehen Möbel rum und im kleinen Zimmer türmen sich die Kisten.

Das soll sich ändern. Und sobald die Mitbewohnerin meiner Freundin ausgezogen ist, werden wir die Schränke so platzieren können wie wir uns das vorstellen (und diese dann auch füllen).

So nehme ich mir vorerst vor, möglichst täglich in die Kisten zu schauen und weiter auszusortieren, damit es beim nächsten Umzug nicht mehr zwei Fuhren werden, sondern höchstens noch eine. Wie ich schon sagte: Ich habe viel zu viel Zeug und gerade in einem Zwei-Personen-Haushalt braucht man viele Dinge nicht doppelt, so dass ein Exemplar dann aussortiert werden kann.

Glücklicherweise bin ich am Samstag noch meinen Kühlschrank und zugleich die Waschmaschine losgeworden. So mussten wir beides nicht transportieren, was vom Platz her und gerade auch bezüglich der Anstrengungen des Transports eine sehr gute Sache war. :-)

Jedenfalls ist jetzt der Umzug geschafft und ich war es gestern auf jeden Fall ebenfalls.

So, dann werde ich die nächsten Tage und Wochen mal aufräumen...

Donnerstag, 17. Juli 2008

Umzug

Dezember 2006 bin ich in eine eigene Wohnung gezogen. Meine Freundin ist im selben Monat aus einer großen WG in eine kleine gezogen. Zusammenziehen wollten wir vorerst noch nicht - man muss ja nichts überstürzen.

Nun ist es anderthalb Jahre später, wir haben einen kleinen Kater und wir wollen jetzt zusammenziehen. Meine Wohnung ist zu klein für drei, so dass ich hier ausziehen muss. Ihre Wohnung ist groß genug und am Sonntag ist es dann soweit: Mit tatkräftiger Unterstützung von Freunden werden die Kisten und Möbel aus meiner Wohnung in unsere geschafft.

Derzeit sitze ich umringt von Kisten und versuche neben dem Packen auch noch andere organisatorische Dinge zu erledigen (ja, ich bin deswegen im Internet unterwegs: eben habe ich eine Anfrage gestellt wie ich meinen Provider kündigen kann). Auch dieses Mal habe ich mir zum Teil wieder viel zu viel Zeit gelassen. So muss ich die Stromgrundgebühr noch einen Monat länger zahlen, da ich nicht rechtzeitig gekündigt habe.

Umzüge finde ich immer sehr anstrengend. In meinem Leben habe ich schon so einiges angesammelt und es fällt mir immer so schwer, mich von so vielen Dingen zu trennen. Und dann habe ich wieder viel zu viele und viel zu schwere Kisten, die alle in die neue Wohnung müssen. Dabei habe ich dieses Mal sogar schon Unterlagen von der Uni aussortiert...

Sonntagabend werde ich dann aufatmen und mich freuen, wenn wieder ein weiterer großer Schritt geschafft ist. Aber jetzt muss ich weiter Kisten-Füllen. - Wer will, kann natürlich gerne mit anpacken am Sonntag. Über helfende Hände freue ich mich immer. :-)

Mittwoch, 9. Juli 2008

Stress

Eigentlich wollte ich ja wieder mehr schreiben. Aber derzeit ist einfach kaum die Zeit da. Charles stresst mal mehr, mal weniger, heute aber besonders (das wäre wieder einen ganzen Beitrag wert). Die Arbeit stresst auch, weil die Kunden alle denken, wir würden uns nur um sie kümmern und zurzeit eine ganze Menge Kunden so denken. Und auch sonst im Privaten muss ich mich um viele Dinge kümmern. Hauptsächlich geht es dabei um meinen Umzug, den ich vorbereiten und organisieren muss.

Daher entschuldige ich mich an dieser Stelle schon einmal für die kommende "Auszeit" - sowohl hier als auch vielleicht offline. Ich bin hoffentlich bald wieder richtig da. Und ich würde mich selbst am meisten darüber freuen, denke ich.

Bis bald,
pes