Sonntag, 20. Februar 2011

Stromausfall zum passenden Zeitpunkt

Gestern Abend haben wir nach den ersten drei Teilen der Filmreihe "Stirb Langsam" dann den vierten Teil in den DVD-Player geschoben: Stirb Langsam 4.0.
Es geht um Action, Hacker und Terrorismus. Der böse Schurke löst einen im Hacker-Bereich angeblich bekannten "Fire-Sale" aus: Durch Übernahme der Computernetzwerke wird die gesamte Infrastruktur bestehend aus Transportwesen, Kommunikation und Strom nahezu vollständig lahmgelegt.

Der Film ist recht spannend und unterhaltsam, wenn auch an einigen Stellen durchaus extrem unrealistisch.
Nach vielleicht zwei Dritteln des Film machten dann plötzlich die technischen Geräte ein kurzes fiependes Geräusch und das Fersehbild zog sich in den Mittelpunkt zusammen - der Strom war weg!

Also kurz aus dem Fenster geguckt: Auf der anderen Seite haben die Wohnungen noch Licht und die Straßenlaternen leuchten. Die anderen Zimmer unserer Wohnung gecheckt: Kein Licht, kein Strom. Der Sicherungskasten war ebenfalls unverändert. Mittlerweile waren im Treppenhaus Geräusche zu hören. Irgendwie hat man da ein komisches Gefühl, wenn man eben noch einen Film geschaut hat, wo die Bösen den Strom abknipsen und bestimmte Wohnungen stürmen.

Die Geräusche auf dem Hausflur waren die Nachbarn, die sich darüber austauschten, dass sie ebenfalls alle keinen Strom haben. Von draußen gesehen war wohl unsere Straßenseite dunkel, abgesehen von den Eckhäusern. Irgendjemand hatte draußen wohl auch über das Handy die Polizei angerufen und diese wiederum Kontakt zum Stromanbieter aufgenommen. Alles, was wir jetzt noch tun konnten, war abwarten.

Den Film konnten wir natürlich nicht weitergucken, da die Geräte ohne Strom nicht laufen. Aber in der dunklen Wohnung mit der Kerze rumzulaufen, war keine großartige Alternative. Gerne hätte ich im Internet nachgeschaut, ob auch andere Haushalte vom Stromausfall betroffen waren und was die Ursache gewesen sein könnte (im Treppenhaus war die Rede von Sonnenwinden); aber obgleich der Laptop mit dem Akku noch lange Zeit durchgehalten hätte, der Router braucht natürlich ebenfalls Strom, damit er funktioniert.
Ich muss mir also doch mal ein Smartphone zulegen, um damit jederzeit ins Internet gehen zu können. Für Licht (Display-Beleuchtung), mögliche Anrufe und den Wecker für heute früh hat dann aber doch erst mal mein aktuelles Handy ausgereicht.

Ungünstig bei einem Stromausfall ist unter anderem, dass die Therme zum Heizen auch Strom braucht. Da kann es im Winter kalt werden.
Anders herum taut der Gefrierer ab, wenn kein Strom läuft. Da hätten wir die Sachen evtl. auf den Mini-Balkon (ja, es ist kein richtiger Balkon; da ist nur Platz für zwei Blumenkästen) retten müssen.

Wir haben uns dann entschieden, schlafen zu gehen. Wir waren ja sowieso schon müde.

Der Strom ging übrigens ca. 40 min. später wieder an. Die testweise angeschalteten Lichtschalter wurden dann wieder ausgeschaltet und dann konnten wir beruhigt einschlafen.