Wir waren letzten Montag im Koblauchrestaurant Knofel in Berlin (natürlich http://www.knoblauchrestaurant.de/). Ich mag Knoblauch und wir haben auch ein wenig darüber gescherzt, dass am nächsten Tag die Kollegen im Büro bestimmt die Nase rümpfen würden. Aber das diese Geschichte sich so ausweiten würde, hatte ich nicht vermutet. Hier der Bericht über den Langzeitversuch mit dem Codenamen "40-Zehen-Hähnchen":
Tag 0:
- Abends: Essen im Knoblauchrestaurant. Das 40-Zehen-Hähnchen bestellt ("wir garantieren für ein Gericht mit wirklich viel Knoblauch, richten alles auf Salat an und reichen Brot dazu"), wo um die 60 panierte Knoblauchzehen beiliegen. *OMG*
(ja, die panierten Kügelchen sind keine Kroketten, sondern Knoblauchzehen...)
Tag 1:
- Morgens im Büro: Das Fenster wird aufgerissen, weil es so komisch riecht.
- Mittags: im Nebenbüro (über den Flur) höre ich einen Kollegen sagen "hier riecht es nach Knoblauch".
- Nachmittags: das Blubbern und Grummeln in meinem Magen nimmt derartige Ausmaße an, dass ich Bauchschmerzen kriege und nach Hause fahren muss.
Tag 2:
- Morgens im Büro: Ein Kollege kommt rein und sagt als erstes "es riecht hier immer noch nach Knoblauch".
- Mittags bin ich für eine Viertelstunde im Nachbarbüro. Eine Stunde später heißt es "ein stechender Geruch, auch im anderen Büro, wir wissen nicht, woher er kommt"; in Folge wird das Fenster wieder aufgerissen.
- Abends: Endlich kommt der Spruch "Wehrt Ihr Euch gegen Vampire?"
Am Tag darauf gab es glücklicherweise keine Bemerkungen mehr. Alles in allem ist es schon relativ übel, so viel Knoblauch zu sich zu nehmen, dass es andere noch zwei Tage danach merken. Ich mag Knoblauch immer noch und ich würde auch wieder in das Knoblauchrestaurant gehen (auch wenn der abschließende Knoblauchschnaps eigentlich recht abartig war), aber ich werde das nächste Mal lieber ein Gericht nehmen, wo keine 60 Knoblauchzehen dabei sind - soviel ist sicher.